Auch Teilzeitkräfte erhalten Weihnachtsgeld

Weihnachtsgeld Teilzeitkräfte
Teilzeitkräfte dürfen beim Weihnachtsgeld nicht benachteiligt werden

Selten ist der Blick auf den Kontoauszug so erfreulich wie in den Tagen rund um den 1. Advent. Das Weihnachtsgeld naht, für manche sogar in der Höhe des 13. Monatsgehalts. Die Jahres-End-Einkaufs- Rallye kann beginnen. Doch nicht alle können glücklich sein. In der Vergangenheit gab es immer mal wieder Firmen, in der es Mitarbeiter 1. und 2. Klasse gab.

Und es waren oft die Teilzeitkräfte, die von der Weihnachtsgratifikation – einer im Allgemeinen als freiwillig anzusehenden Leistung des Arbeitgebers – ausgeschlossen waren. Denn viele Chefs glauben nach wie vor, dass sie mit dem Weihnachtsgeld nach Gutdünken verfahren können.

Können Sie nicht, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) jetzt noch einmal bekräftigt hat. Danach dürfen Teilzeitkräfte gegenüber Vollzeit-Mitarbeitern nicht benachteiligt werden. Daraus resultiert auch ihr Anspruch auf Sonderleistungen wie bestimmte Sozialzulagen, Überstundenzuschläge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld – nur eben entsprechend ihrer Leistung, also anteilig. Basis für das Weihnachtsgeld sind oft betriebsinterne Regelungen. Gehört die Zahlung eines 13. Monatsgehalts zur betrieblichen Entlohnungspraxis, dann profitiert davon auch der Teilzeitarbeiter und erhält in der Höhe seines Gehalts ein monatliches Zusatzgehalt.