Darf der Ehepartner das gemeinsame Auto verkaufen?

Ehepartner Auto verkaufen
Scheidung: Wem gehört das Auto?

Eine Ehescheidung führt oft zu schwierigen Auseinandersetzungen. Die Partner werden sich nicht mehr einig und jeder versucht noch das beste für sich raus zu holen. Im vorliegenden Fall verkaufte die Ehefrau kurz vor der endgültigen Scheidung das gemeinsame Auto.

Der Mann verblieb nach der Trennung mit dem Sohn in der gemeinsamen Wohnung. Die Frau zog aus. Um das Auto verkaufen zu können, entwendete sie während eines Besuches bei ihrem Sohn die erforderlichen Fahrzeugpapiere aus dem Tresor. Dass seine Noch-Frau das Auto, ein Mazda MX5, verkauft hat, erfuhr er erst durch die Versicherung die ihm nicht verbrauchte Beiträge zurückerstattete.

Scheidung trotz Demenz möglich

Scheidung Demenz Alzheimer
„Eheferne“ durch fortgeschrittene Demenz erreicht
Ein über 60-jähriger an Alzheimer erkrankter Mann wollte sich von seiner 20 Jahre jüngeren Ehefrau scheiden lassen. Den Scheidungsantrag hatte seine Betreuerin gestellt, da er selbst inzwischen nicht mehr dazu in der Lage gewesen war. Das Oberlandesgericht Hamm musste nun entscheiden, ob dies möglich ist. Die Eheleute lebten seit mehr als einem Jahr getrennt, dennoch wollte seine Frau eigentlich an der Ehe festhalten. Sie verlangte jedenfalls für den Fall der Scheidung, dass ihr Mann seiner Auskunftspflicht nachkomme, damit sie eine angemessene Forderung für den nachehelichen Unterhalt stellen könne.

Ehevertrag stoppt Scheinehe

Ehevertrag Scheinehe
Scheinehen sind strafbar

Wer eine Scheinehe eingeht, um dem Partner eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland zu verschaffen, steht mit einem Bein im Gefängnis. Da ist es völlig egal, wie sehr einer der Ehepartner seine Liebe beteuert – und wenn er dabei sogar vor dem Richter auf die Knie fällt. So geschehen vor einem Gericht in Worms. Ein Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien wollte seiner drohenden Abschiebung entgehen, in dem er eine Scheinehe mit einer Deutschen einging. Im Ehevertrag, aufgesetzt von der Schwester des Angeklagten, wurde klargestellt, dass der Lebensbund nur für die Erlangung des Visas eingegangen wurde und keine weiteren Emotionen zwischen den Parteien bestünden. Außerdem wurde ein Honorar von 3.000 Euro vereinbart.

Wenn der Ehemann zum Pleitegeier wird

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Unvermögende Ehefrau haftet nicht für Schulden des Ehemannes

Sie sind weiblich und verheiratet, haben keinen Cent in der Tasche und einen notorischen Pleitegeier als Ehemann, der einen Wahnsinns-Kredit nach dem anderen aufnimmt? Lehnen Sie sich zurück, das Landgericht Mainz ist auf Ihrer Seite. Es hat entschieden, dass eine Ehefrau, die selbst über keinerlei Vermögen verfügt, nicht als Mitschuldnerin für den Bausparkredit ihres Ehemannes haftet. Die Klage einer Bausparkasse, die von der inzwischen geschiedenen Ehefrau eines Bausparers Rückzahlung eines Teils eines Bauspardarlehns verlangt hatte, wurde kalt abgewiesen. Die Mitverpflichtung der Ehefrau sei sittenwidrig, so das LG. Die Frau habe bei der Darlehensaufnahme kein Einkommen gehabt und habe für ein einjähriges Kleinkind sorgen müssen.
Das Bauspardarlehen sei zudem allein dem Ehemann zu gute gekommen: Das damit finanzierte Haus gehöre ihm allein.

Was Eheleute im Trennungsjahr beachten sollten

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Für Bedarfsdeckungsgeschäfte während der Ehe haften beide
Viele der geschlossenen Ehen werden heutzutage wieder geschieden. Im vergangen Jahr trennten sich rund 179.000 Eheleute wieder voneinander. Bevor eine Scheidung rechtskräftig wird, müssen die Eheleute in der Regel ein Jahr getrennt leben. Eine Zeit, in der es ein paar Dinge zu beachten gibt.

Kürzlich urteilte der Bundesgerichtshof (BGH), dass der Ehepartner auch nach dem Auszug aus einer gemeinsamen Wohnung für einen Stromlieferungsvertrag haftet. Im vorliegenden Fall hatte der Ehemann einen Vertrag mit einem Stromkonzern geschlossen. Nach der Trennung des Ehepaares zog die Frau aus der gemeinsamen Wohnung aus. Der Mann lebte weiterhin dort, zahlte jedoch die Stromrechnungen nicht.

Scheidung ade – Versöhnung tut weh!

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Eine Rücknahme des Scheidungsantrags sollte gut überlegt sein
Eine Ehefrau, die sich erst scheiden lassen wollte, beim Scheidungstermin dann einen Rückzieher machte und es sich am nächsten Tag wieder anders überlegte, muss nun wieder das Trennungsjahr abwarten. So entschied das OLG Bremen.
Wer sich unüberlegt versöhnt…

Das Familiengericht war überrascht, als ein Ehepaar aus Bremerhaven am Scheidungstermin übereinstimmend den jeweiligen Scheidungsantrag zurücknahm. Man glaubte schon an den guten Geist der Vorweihnachtszeit, denn der Termin fand drei Tage vor Weihnachten statt.