Wichtige Änderungen zur Steuerklärung 2018

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Eine Änderung für 2018: Finanzamt darf Rechenfehler selber korrigieren

Die Fristen für die Abgabe einer Einkommenssteuererklärung werden im Jahre 2019 erstmals verlängert. Dennoch kann es sich lohnen, frühzeitig an die Steuererklärung 2018 zu denken. Denn die Beitragsgrenzen für die Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter werden stark angehoben. Wer also noch in diesem Jahr ein Notebook oder ein Laptop als Arbeitsmittel erwirbt, kann möglicherweise den gesamten Kaufpreis steuerlich geltend machen.

Neuer Abgabetermin für die Steuererklärung

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Zukünftig ist der 31. Juli die neue Deadline

Gemeinhin gilt der 31. Mai eines jeden Jahres als Abgabetermin für die Steuererklärung. Diese Regelung wird nur noch für die Steuererklärung für das Jahr 2016, die bis Ende Mai beim Finanzamt eintreffen muss. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wurden unter anderem neue Fristen für die Abgabe beschlossen. Demnach können sich Steuerpflichtige, die ihre Steuererklärung selbst erstellen, künftig zwei Monate mehr Zeit lassen. Der 31. Juli ist dann die neue Deadline.

Bußgeld für verspätete Steuererklärung?

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Verspätungszuschlag in Höhe von 25 Euro pro Monat geplant

Die Steuererklärung muss jährlich bis spätestens zum 31. Mai abgegeben werden. Um die Steuerzahler dazu anzuregen, die Steuererklärung vermehrt auf elektronischem Weg einzureichen, soll nun ein Verspätungszuschlag in Höhe von 25 Euro pro Monat eingeführt werden. Von der Pflicht, die Steuererklärung bis zum 31. Mai abzugeben, werden Steuerpflichtige, die eine Fristverlängerung beantragt oder einen Steuerberater beauftragt haben, ausgenommen. Auch wer seine Steuererklärung nur freiwillig abgibt, hat noch länger Zeit.

Das häusliche Arbeitszimmer von der Steuer absetzen?

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Arbeitszimmer absetzen? Nur, wenn es nahezu ausschließlich beruflichen Zwecken dient.

Der Bundesfinanzhof hat erneut über die Möglichkeit, ein Arbeitszimmer von der Steuer abzusetzen, entschieden. Nach der Entscheidung vom 27.07.2015 (GrS 1/14) scheidet eine anteilige Berücksichtigung eines Arbeitszimmers aus. In dem Verfahren, das dem BFH vorlag, war streitig, ob Kosten für einen Wohnraum, der zu 60 Prozent zur Erzielung von Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung und zu 40 Prozent privat genutzt wird, anteilig als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar sind. Der BFH begründete seine Entscheidung mit dem im Gesetz ausdrücklichen Wortlaut. Die Absetzbarkeit knüpfe an ein „häusliches Arbeitszimmer“. Dieses setze voraus, dass der Raum wie ein Büro eingerichtet ist und ausschließlich oder nahezu ausschließlich zur Erzielung von Einnahmen genutzt wird. Ein Arbeitszimmer in der Wohnung kann deshalb steuerlich nur geltend gemacht werden, wenn es nahezu ausschließlich beruflichen Zwecken dient.

Auch Nebenberuf ist steuerlich absetzbar

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Berufsbedingte Kosten sind auch bei Nebenjobs absetzbar
Der Trend zum Zweitjob ist unverkennbar. Da ist der Lehrer, der Filmkritiken für die Lokalzeitung schreibt, die Sekretärin, die bei Ebay Second-Hand-Jeans verkauft, der Zahnarzt, der in einer Jazzband spielt. Und natürlich die Friseuse, die ihr karges Gehalt mit einem Feierabendstrip in der Table-Dance-Bar „Titty Twister“ aufbessert. Ihre Berufsbekleidung – wenn auch nicht viel – kann sie von der Steuer absetzen. Sagt zumindest das Finanzgericht Rheinland-Pfalz, das den Fall eines nebenberuflich als Tanzlehrer arbeitenden Ehepaares, welches seine Tanzkleidung und Tanzschuhe als Betriebsausgaben
abrechnen wollte, zu verhandeln hatte (Az.: 2 K 1930/04).