Vorvermieterbescheinigung muss richtig sein

Vorvermieterbescheinigung Richtigkeit Kündigung Mietverhältnis
Falsche Angaben können zur fristlosen Kündigung führen

Heutzutage braucht man immer mehr Dokumente, um eine Wohnung anzumieten. Eine Schufa-Auskunft ist schon Standard, viele Vermieter verlangen jetzt auch eine „Vorvermieterbescheinigung“. Dies ist ein Dokument vom vorherigen Vermieter, das besagt, dass man seine Miete und die Kaution immer termingerecht bezahlt hat.

Fast alle Vermieter verlangen inzwischen eine Einkommenserklärung der letzten drei Monate. Wer eine solche fälscht, riskiert schon länger eine fristlose Kündigung durch den Vermieter, sobald dieser auf den Betrug aufmerksam wird. Dies gilt auch dann, wenn man seine Miete immer rechtzeitig bezahlt (AZ: 14 S 18532/08). Darüber hinaus wünschen sich viele Vermieter auch eine „Vorvermieterbescheinigung“, doch nicht jeder kann eine solche aufweisen.

Garage darf nicht als Rumpelkammer zweckentfremdet werden

Garage Rumpelkammer Nutzung Bauamt
Garage darf nicht zweckentfremdet werden
Nicht schlecht staunte ein Offenbacher, als ihm ein Schreiben ins Haus flatterte, in dem ihn die Bauaufsichtsbehörde aufforderte, seine Garage von Küchenmöbeln und Gartenstühlen zu räumen. Er wandte sich gegen die Aufforderung und musste jetzt vor Gericht erkennen, dass die Gemeinde ihn zu Recht aufgefordert hatte.

Scharia im Treppenhaus: 1. Islam-Mietvertrag verbietet Schweinefleisch

Scharia Treppenhaus Islam Mietvertrag Schweinefleisch
Islam-Mietvertrag verbietet Schweinefleisch

Wer sich für Büroflächen im Hochhaus am Berliner Ernst-Reuter-Platz (6.000 Quadratmeter auf 10 Etagen) interessiert, muss ein paar Einschränkungen akzeptieren: Keine Verbreitung von Pornographie, kein Glücksspiel, kein Verkauf illegaler Substanzen, keine Massenvernichtungswaffen, keine Zinsgeschäfte, keine Versicherungen ohne Gegenseitigkeit – und kein Verkauf von Alkohol und Schweinefleisch! So steht es im Mietvertrag, den eine streng muslimische Investorengruppe aufgesetzt hat.

Keller-Kunst: Vermieter haftet nicht für Wertsachen im Keller

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Ob Einbruch oder plötzlicher Wasserschaden – Vermieter haftet nicht für Wertsachen
Über 100 Bilder hatte ein Künstler in seinem Mietkeller gelagert. Ein plötzlicher Wassereinbruch vernichtete das Oeuvre. Der Künstler klagte, doch verlor vor dem Oberlandesgericht in Koblenz. Der Vermieter hatte die Heizungsanlage regelmäßig gewartet, für eine Generalinspektion sah das Gericht keinen Anlass. Immer wieder kommt es zu Missverständnissen zwischen Mieter und Vermieter über den Zustand des Kellers. Sie betrachten diesen als Teil der Mietsache und verlangen oft Unmögliches vom Vermieter: trocken soll er sein, Strom und Wasser sollen gelegt werden, möglichst noch eine Heizung. Hin und wieder hört man davon, dass Mieter den Keller untervermieten.

Wenn der Vermieter zweimal klingelt

Vermieter Wohnung Zugang
Unangemeldeten Besuche vom Vermieter muss man nicht dulden
Es war eine lange Nacht und man hat sie nicht allein verbracht. Im Gegenteil: Nach dem Konzert ging es noch zum Edel-Italiener und danach in die Cocktail-Bar und danach… Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist. Doch um 9 Uhr klingelt es Sturm. Der Vermieter steht vor der Haustür und will die Bodendielen überprüfen – in jedem Raum. Da kann einem schon mal der Morgenkaffee hochkommen. Doch solch unangemeldeten Besuche muss der Mieter nicht dulden, selbst wenn es so im Mietvertrag vereinbart wurde. In dem Fall ging es um einen Mann, der schon zum wiederholten Male innerhalb kurzer Zeit Besuch vom Vermieter bekam: Mal ging es um sanitäre Anlagen, mal um die Fußbodensanierung. Irgendwann platzte dem Mieter der Kragen und er ließ den Vermieter nicht mehr in die Wohnung. Der Vermieter klagte, auch weil im Mietvertrag eine Besichtigung auch ohne vorherige Ankündigung und Terminabsprache vereinbart worden war.

Mietrecht: Vermieter muss keinen Parkplatz zur Verfügung stellen

Mietvertrag über Wohnraum schließt nicht automatisch einen Parkplatz mit ein
In einem Urteil zur Vergabe von Pkw-Stellplätzen stärkte der Bundesgerichtshof (BGH) die Rechte von Vermietern. Demnach folgt aus einem regulären Mietvertrag über Wohnraum nicht automatisch ein Anspruch auf einen Parkplatz. Bietet ein Vermieter neben Wohnraum auch Parkplätze für die Pkw seiner Mieter an, liegt die Entscheidung über die Vergabe darüber grundsätzlich bei ihm. Mit einem Wohnraummietvertrag werden demnach keine Nebenpflichten geschlossen, die eine Pflicht des Vermieters zur Bereitstellung eines Parkplatzes beinhalten, argumentierten die Karlsruher Richter in einer aktuellen Entscheidung.