Scharia im Treppenhaus: 1. Islam-Mietvertrag verbietet Schweinefleisch

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Islam-Mietvertrag verbietet Schweinefleisch

Wer sich für Büroflächen im Hochhaus am Berliner Ernst-Reuter-Platz (6.000 Quadratmeter auf 10 Etagen) interessiert, muss ein paar Einschränkungen akzeptieren: Keine Verbreitung von Pornographie, kein Glücksspiel, kein Verkauf illegaler Substanzen, keine Massenvernichtungswaffen, keine Zinsgeschäfte, keine Versicherungen ohne Gegenseitigkeit – und kein Verkauf von Alkohol und Schweinefleisch! So steht es im Mietvertrag, den eine streng muslimische Investorengruppe aufgesetzt hat.

Konkret heißt das: Ein mitgebrachtes Schweineschnitzel darf verzehrt werden, aber in der Kantine sind Bier und Buletten tabu. Und auch Banken und Versicherungen kommen als Mieter nicht in Frage. Dass auch keine Wettbüros, Casinos, Kokain-Dealer, Waffenhändler, Porno-Produzenten und Zuhälter zugelassen sind, dürfte dagegen eher auf Zustimmung in der Bevölkerung stoßen. Allerdings: Wer bleibt dann noch übrig, wenn die Hauptklientel des auch als Charlottengrad bezeichneten Russenbezirks so schnöde vom „Mietzweck“ (§ 2, Abs.2) ausgeschlossen ist?

„Bild“ sorgt sich daher auch um seine Leser, die vielleicht schon morgen in ihrer Hausordnung lesen müssen, dass sie beim Rückspiel Deutschland/Türkei in einem Jahr mit Apfelschorle anstoßen müssen. Scharia im Treppenhaus! Das dürfte Sarrazin auf die nächste Palme bringen. Aber alles halb so wild: Was im Gewerbemietvertrag erlaubt ist, würde im Wohnungsmietvertrag als unzulässig gelten. Na denn, Prost!