Arbeitszeugnis: Stressresistenz muss erwähnt werden

Arbeitszeugnis Stressresistenz Belastbarkeit Erwähnung
Stressresistenz kann ein wichtiges Beurteilungskriterium sein
Arbeitnehmer können darauf bestehen, von ihrem bisherigen Arbeitgeber im Arbeitszeugnis eine Beurteilung ihrer Belastbarkeit in Stresssituationen zu erhalten. Dies stellte das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einer aktuellen Entscheidung fest. Voraussetzung für den Anspruch eines scheidenden Arbeitnehmers auf diesen Passus ist die Branchenüblichkeit. Im konkreten Fall ging es um einen Zeitungsredakteur, dessen Arbeitgeber eine Aussage zu seiner Stressresistenz im Arbeitszeugnis verweigerte. Gerade im Journalistenberuf ist dieser Punkt jedoch ein wichtiges Beurteilungskriterium.

Die Angabe komplett auszulassen, kann dem Arbeitnehmer Nachteile bei seiner weiteren Jobsuche einbringen. Denn: Nach der gemeinhin angewandten Logik der Zeugnis-Geheimsprache gelten vollständig fehlende Bewertungskriterien als starke Negativaussage. Genau zu dieser Meinung kam auch das Gericht. Den Arbeitgeber verurteilte es zur nachträglichen Hervorhebung der strittigen Passage im Arbeitszeugnis.
Als Arbeitnehmer können Sie einem unpassenden Arbeitszeugnis ganz leicht vorbeugen: Machen Sie Ihrem Arbeitgeber mit einem gut durchdachten Textentwurf einen ganz konkreten Vorschlag für ihr Arbeitszeugnis. Als Arbeitgeber sparen Sie sich eine Menge Zeit und Mühe, wenn Sie Ihrem Mitarbeiter gleich ein korrekt formuliertes Zeugnis ausstellen. Entsprechende Vorlagen finden Sie bei FORMBLITZ.