Gleichstellungsbeauftragte muss eine Frau sein

Gleichstellungsbeauftragte Frau Gleichstellung
Ungleichbehandlung bei Gleichstellungsbeauftragten?
Im Ennepe-Ruhr-Kreis musste die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten neu vergeben werden. Als sich auch ein Mann bewarb, wurde dieser mit dem Hinweis auf sein Geschlecht abgewiesen. Hiergegen klagte der Mann und musste jetzt vor dem Verwaltungsgericht in Arnsberg erkennen, dass diese unbegründet war.

Kann ein Mann sich für die Gleichstellung von Frauen einsetzen? Theoretisch schon, allerdings ist ihm die Praxis in Nordrhein-Westfalen hierfür verwehrt.

Im Landesgleichstellungsgesetz ist ausdrücklich niedergeschrieben, dass die Stellen der Gleichstellungsbeauftragten mit Frauen zu besetzen sind. Hier greift nach Meinung der Richter am Verwaltungsgericht Arnsberg auch nicht das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, da eine Ungleichbehandlung wegen des Geschlechts in bestimmten Fällen zulässig ist. Dies gilt besonders, wenn bestehende Nachteile wegen des Geschlechts durch die Tätigkeit auszugleichen sind. Da die Gleichstellungsbeauftragte besonders für die Rechte von Frauen im öffentlich-rechtlichen und privaten Raum zuständig ist, liegt hier solch ein Fall vor. Daher wurde die Klage des männlichen Bewerbers abgewiesen.

Verwaltungsgericht Arnsberg, 14.08.2013 (AZ: 2 K 2669/11)