Arbeitszeugnis: Stressresistenz muss erwähnt werden

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Stressresistenz kann ein wichtiges Beurteilungskriterium sein
Arbeitnehmer können darauf bestehen, von ihrem bisherigen Arbeitgeber im Arbeitszeugnis eine Beurteilung ihrer Belastbarkeit in Stresssituationen zu erhalten. Dies stellte das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einer aktuellen Entscheidung fest. Voraussetzung für den Anspruch eines scheidenden Arbeitnehmers auf diesen Passus ist die Branchenüblichkeit. Im konkreten Fall ging es um einen Zeitungsredakteur, dessen Arbeitgeber eine Aussage zu seiner Stressresistenz im Arbeitszeugnis verweigerte. Gerade im Journalistenberuf ist dieser Punkt jedoch ein wichtiges Beurteilungskriterium.

Suff gehört nicht in die Personalakte

Alkoholproblem Personalakte Vertraulichkeit
Alkoholprobleme gehören nicht in die Personalakte
„Das kommt in die Personalakte“ ist ein Standardspruch von Vorgesetzten bei dienstlichen Verfehlungen ihrer Mitarbeiter. Doch so einfach ist es nicht. Sensible Daten müssen getrennt aufbewahrt werden, etwa Berichte über Alkoholmissbrauch oder allgemein Gesundheitsdaten. Firmen sind zur Vertraulichkeit verpflichtet, so das Urteil des Landesarbeitsgerichts Hessen. In dem Urteil ging es um einen Passageleiter am Frankfurter Flughafen.

Hostessen: Schön, aber scheinselbständig

Hostessen scheinselbständig
Mit ein paar Tricks vermeiden Hostessen die Scheinselbständigkeit

Sie sind das Salz in der Suppe einer jeden Sales-Session: ob Grüne Woche, IAA oder ITB, ob Hundeausstellung, Tattoo-Convention oder die Großevangelisation einer pathologischen Kommerz-Kirche.

Kaum ein Treffen anonymer Workaholiker – und mag es noch so trocken sein – kommt ohne Hostessen aus. Sie sollen charmant sein, gut aussehen und sie sollen – wenn es nach bestimmten Männer-Phantasien geht – am letzten Messetag den schlaffen Händlern mit vertraglich festgelegten kirschroten Lippen den Abschied versüßen. Wenn das nicht nach Scheinselbständigkeit schmeckt.

Sterbezimmer für Arbeitnehmer

Arbeitnehmer loswerden Schikane Kündigung
Vollverglaster „Arbeitsplatz“ – nicht fair, aber wirksam
Da hat man es endlich geschafft, einen falschen Fuffziger mit chronischem Rückenleiden und ebenso chronischer Arbeitsinsuffizienz per fristgerechter Kündigung loszuwerden und dann klagt sich der Mann im Rahmen des Kündigungsschutzes wieder zurück. Was tun?

Drei Versuche, einen Arbeitnehmer loszuwerden:

1. Die Einrichtung eines „Sterbezimmers“, vollverglast, aber ohne Telefon und Computer. Wer hier unter den Augen der Kollegen seine Arbeitskraft weiter in den Dienst der Firma stellt, ist entweder ein eiskalter Zombie oder meist schon nach wenigen Wochen mürbe und bettelt um einen Aufhebungsvertrag. Nicht fair, aber wirksam.

Weihnachtsgeld muss vor Verfallsfrist geltend gemacht werden

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Weihnachtsgeld muss schriftlich geltend gemacht werden
Wenn ein Arbeitgeber mit der Auszahlung des im Arbeits- oder Tarifvertrag festgelegten Weihnachtsgelds zögert, so muss die Auszahlung innerhalb von drei Monaten angemahnt werden, da der Anspruch sonst erlischt. Diese bittere Erfahrung machte kürzlich ein Arbeitnehmer vor dem Landgericht in Hamm.