Was Sie über Mietkaution wissen sollten

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Die Mietkaution schützt den Vermieter u. a. vor möglichen Mietausfällen
Fast jeder, der schon mal eine Wohnung angemietet hat, musste sie bezahlen, die Mietkaution. Doch was ist das überhaupt, wofür leistet man sie, wie hoch darf sie maximal sein, muss ich sie auf einmal zahlen und kann ich dafür sorgen, dass sie für mich arbeitet?

Die Mietkaution ist meist ein Geldbetrag, der bei Anmietung einer Wohnung vom Mieter an den Vermieter zu leisten ist. Sie soll dem Vermieter in zweierlei Hinsicht Sicherheit bieten, einerseits falls es zu Mietausfällen kommt und andererseits für den Fall, dass das Mietverhältnis aufgelöst wird und noch Reparaturarbeiten an der Wohnung zu vollziehen sind. Sie ist bei einem Wohnraummietverhältnis nach oben hin begrenzt und darf maximal die Höhe von drei netto Kaltmieten betragen, dies ist im § 551 Abs. 1 des BGB festgelegt.

Bei einem Gewerbemietverhältnis ist sie zwischen den Mietparteien frei verhandelbar. Da aber nicht jeder eine so hohe Summe auf einmal leisten kann, ist es durchaus möglich die Kaution in Raten zu zahlen. Diese sollte aber innerhalb von drei Monatsraten geleistet sein (§ 556 Abs. 2 BGB). Als nächstes stellt sich die Frage, was passiert mit dem Geld, sollte der Vermieter Pleite gehen, darf es auch gepfändet werden? Nein, deswegen ist der Vermieter verpflichtet, die Kaution auf einem offenen Treuhandkonto einzuzahlen, dies regelt § 551 Abs. 3 im BGB.

Dadurch wird nicht nur der Mieter bei Insolvenz des Vermieters geschützt, sondern er erhält auch bei Beendigung des Mietverhältnisses und korrekter Übergabe der Wohnung die Zinsen auf die geleistete Kaution obendrauf. Der Mieter hat nach Zahlung der Kaution Anspruch auf einen Nachweis der gesetzeskonformen Anlage. Kommt der Vermieter diesem nicht nach, kann der Mieter ein Zurückhaltungsrecht der Miete geltend machen (LG Mannheim, WuM 1990, 293, AG Mühlheim, WuM 1990, 426). Nach Auflösung des Mietverhältnisses hat der Vermieter 2-6 Monate Prüfzeit um einen Einspruch gegen die Rückzahlung der Mietkaution zu erheben. Ist diese Prüfzeit abgelaufen, hat der Mieter einen Rückzahlungsanspruch. Dieser verfällt jedoch nach 3 Jahren. So entschied das Amtsgericht Remscheid in einem Urteil vom 19.07.2013 (AZ: – 7 C 71/13 -).